Die Klasse W4b der Kantonsschule Enge weilt im Rahmen der Studienwoche 2021 im Oktober für eine Woche in Napoli. Lesen Sie hier aus den Erlebnissen während ihres Aufenthaltes.
Freitag, 8. Oktober 2021
Neapel Geschichte
Neapel ist eine sehr große Stadt, an deren Ort schon zur Zeit der Römer eine Grossstadt war. Das Spannende dabei ist, dass die Menschen mit der Zeit, auf der alten Stadt die “neue” Stadt gebaut haben. Das bedeutet Neapel steht auf einer alten römischen Stadt. Bereits im achten Jahrhundert vor Christus wurde in der Landschaft des heutigen Neapels eine griechische Stadt gegründet. Angeblich soll das Gebiet sogar noch früher bereits besiedelt worden sein. Später aber, wurde die griechische Stadt verlassen, und die Griechen gründeten eine neue Stadt (Napolis=„Neue Stadt“). 327 vor Christus wurde Napolis von den Römern erobert.
So sind noch heute teilweise alte römische Gebäude unter den napoletanischen Häuser zu finden. Dies war auch bei unserem Besuch ins Souterranea Napolis zu sehen. In einer scheinbar normalen Wohnung, konnte man über den Kellereingang in ein altes römisches Amphitheater reingehen. Ebenso bestehen unterhalb der Stadt zahlreiche Tunnelsysteme (ehemals Wassersysteme) die irgendwann trocken gelegt wurden. Während des zweiten Weltkrieges wurde dieses Tunnelsystem als Bunkeranlage genutzt.
Nun zur Gegenwart. Neapel ist eine Stadt wie keine andere. Die Menge an Geschichte ist kaum greifbar. Das erste an das man denkt, wenn man Napoli hört, ist wohl der Vesuv. Seine Geschichte ist die von Napoli selbst. Einst ein grosser Vulkan der in all seiner Pracht über die Stadt wacht und zugleich auch deren Untergang war. Vor knapp zwei tausend Jahren explodierte er und nahm ca. zwei tausend Menschenleben mit sich. Sowohl die Grösse des Vulkanes als auch Geschichte und Leben von Napoli wurden zerstört. Ironischerweise brachte die Zerstörung die Faszination von vielen für die Stadt.
Jedoch kann die Faszination für die Stadt auch kippen. Dies ist der Mafia zu verdanken. Sie kontrolliert viele Läden, den Hafen und möglicherweise sogar die Metro. Egal wo, aber die Mafia hat überall ihre Finger um Spiel in dieser wunderschönen Stadt. Insbesondere Scampia, ein Viertel in Napoli, traf es durch die Mafia schwer. Sie liegt im Verruf durch die Mafia. Angeblich sollen viele Fusssoldaten der Mafia aus dieser Gegend kommen. Dies ist einer Mafia-Fernsehserie zu verdanken, die dort gedreht wurde. Aber Gerüchte haben immer ein Stück Wahrheit. Aber nicht nur dies. Die Mafia kontrolliert auch die Müllabfuhr. Liegt viel Müll auf der Strasse, so kommen weniger Touristen, da sie sich unwohl fühlen und somit die Personen, die vom Tourismus leben, und ihre Existenz bedrohen.
Aber Napoli ist viel mehr wie einfach nur Vesuv und Mafia, dies durften wir aus eigenerer Hand erfahren.
Egal wo wir assen, das Essen war sensationell. Ich kann mich an kein einziges Mal besinnen, an dem wir schlecht assen. Aber eine Stadt besteht nicht einfach nur aus Essen und einer wunderschönen Architektur sondern auch aus ihrem Bewohnern. Die Neapolitaner*innen sind sehr offene Menschen. Die meisten sind offen und lassen sich auf ein kurzes und zum Teil lautes Gespräch ein. Insbesondere die Taxifahrer wissen, wie man die Gäste unterhält. Die Strassen sind lebendig und lassen einen wirklich in die Stadt eintauchen, auch wenn man ab und zu fast von einem 13 Jährigen Vespafahrer umgefahren wird!
Quelle: https://neapel.viva-italia.it/Wissenswertes/Geschichte_Neapel.php
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