Scampia ist ein Quartier im Norden Neapels, welches berüchtigt ist für seine hohe Arbeitslosenquote und grosse Armut. Dies stellt ein idealer Nährboden dar für die Camorra, die neapoletanische Mafia, welche dort floriert. Erbaut in den 60er Jahren sind ein Grossteil der Häuser riesige Wohnblocks mit zahlreichen Sozialwohnungen darin.
Um uns selbst vor Ort einen Eindruck von Scampia zu erschaffen, sind wir mit der U-Bahn bis an die Endhaltestelle Piscinola gefahren, wo wir Daniele trafen. Anfangs hatten noch viele Angst davor ins bekannte Mafiaquartier zu gehen, doch einmal angekommen verflog diese bei allen. Es wurde uns auch bewusster, dass die Camorra hauptsächlich im Untergrund agiert und auch selbst ein grosses Interesse daran hat wenn es in Scampia ruhig zu und her geht. Daniele, der Mann der uns an der U-Bahnstation abholte ist Musiker und aufgewachsen in Scampia. Er leitete uns durch das Quartier zu einem Jugendzentrum. Dieses Jugendzentrum war verglichen mit Jugendzentren in der Schweiz eine ziemliche Bruchbude. Trotzdem trafen wir dort auf engagierte Menschen, allen voran Mirella. Eine energetische alte Frau, die uns im Jugendzentrum von ihrer Arbeit dort erzählte. Spannend fanden wir einmal aus erster Hand, von Mirella und Daniele, über das Leben und den Kampf gegen die Mafia zu hören. Wir sehr dankbar, dass wir einen Einblick in dieses interessante Quartier und in eine uns höchst fremde Lebenswelt erhalten durften.






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